Der Aufsichtsrat in der Genossenschaft

Mit dem Gesetz zur Stärkung der Finanzmarkt und der Versicherungsaufsicht vom 29.07.2009, BGBl. I S. 2305, wurden erstmals sowohl im KWG als auch im VAG Regelungen zur Kontrolle der Mitglieder von Verwaltungs- und Aufsichtsorganen eingeführt. Diese Regelungen wurden seit dem Jahr 2009 ständig novelliert, konkretisiert und verschärft.

Dadurch besteht nun für die Aufsicht einer Genossenschaft ein gesetzlicher Anforderungsrahmen, welcher sowohl die Anforderungen an das einzelne Mitglied des Aufsichtsrates als auch die Anforderungen an den Aufsichtsrat als Gremium vorgibt.

Dieser Anforderungsrahmen ist auch für die Wahl des Aufsichtsrates unserer Bank verbindlich.

Die Mitglieder des Aufsichtsorgans eines Institutes müssen zuverlässig sein, die erforderliche Sachkunde zur Wahrnehmung der Kontrollfunktion sowie zur Beurteilung und Überwachung der Geschäfte, die das jeweilige Unternehmen betreibt, besitzen und der Wahrnehmung ihrer Aufgaben ausreichend Zeit widmen.“

Die Kontrolle der Unternehmensleitung durch den Aufsichtsrat hat sich stets als wirkungsvoll erwiesen, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

  • persönliche und wirtschaftliche Unabhängigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats

  • Gleichgewichtigkeit gegenüber den Personen im Vorstand

  • ein unverzichtbares Maß an fachlichem Wissen

  • die Fähigkeit, sich über die Maßnahmen der Geschäftsführung ein eigenes Urteil zu bilden und

  • kritisches Vertrauen als Grundlage der Zusammenarbeit.


Die konkretisierten Anforderungen sind in einem Merkblatt der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (www.bafin.de) festgeschrieben. Die wichtigsten Punkte haben wir für Sie wie folgt zusammengefasst: